Buddenbrooks und Mario der Zauberer – Thomas Mann

Buddenbrooks

Selbstverständnis und Niedergang einer Familie

Zunächst werden das große Haus und die erfolgreiche Kaufmannsfamilie Buddenbrooks vorgestellt; man trifft sich zur Einweihung des neuen Hauses. Es treten jedoch schon Spannungen auf, weil ein Sohn des alten Buddenbrooks nicht standesgemäß geheiratet hat. Erste Schwierigkeiten zeigen sich auch in der Entwicklung der Kinder, die man jedoch erst später würdigen kann.
Am Beispiel der Tochter Tony wird dann die Heiratspolitik der Familie vorgeführt: Tony wird zur Ehe mit einem vorgeblich erfolgreichen und religiösen Kaufmann gedrängt, der ihr zuwider ist – langfristig ein großer Misserfolg. Ihr Bruder Thomas übernimmt die Firma und führt sie scheinbar auf einen Höhepunkt, hinter dem sich jedoch der Abgrund auftut: Er ist für den harten Kampf im Geschäft zu schwach, seine Mutter mit ihren religiösen Anwandlungen und seine Frau mit ihren künstlerischen Ambitionen sind ihm keine Stützen. Sie zeigen ebenso wie sein arbeitsscheuer Bruder und sein spät geborener, schwächlicher Sohn Hanno, dass es mit der Familie bergab geht.
Nach Thomas’ Tod bricht die Familie auseinander, das Haus fällt an einen aufstrebenden Konkurrenten.

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Mario und der Zauberer

Im Bann des Hypnotiseurs

Im Mittelpunkt der Novelle “Mario und der Zauberer” steht die Frage nach der Willensfreiheit. In psychologischem Realismus schildert Thomas Mann darin die Wirkungen eines im faschistischen Italien hereinbrechenden Dämons anhand der Figur des Showhypnotiseurs Cavaliere Cipolla.
Die Erzählung ist auch eine Italiennovelle: Italien ist ein Land deutscher Sehnsucht, Eichendorffs Taugenichts wollte dort seine Freiheit finden, wie Goethe sich in Italien als Künstler und Mann befreit hat. Italien ist in dieser Novelle jedoch das Land bedrückender Erlebnisse. Doch vor allem drängt sich die politische Lesart des Textes auf – 1929, als Mann den Text schrieb, hatte der Faschismus aber noch nicht sein wahres mörderisches Gesicht gezeigt. Thomas Mann behauptete, dass er mit der 1930 erschienenen Novelle nicht politisch agieren wollte, sondern – im Nachhinein vielleicht unbewusst – ein Stück faschistischer Zeitatmosphäre eingefangen habe. In späteren Briefen 1932 schließt Thomas Mann politische Anspielungen allerdings nicht aus.

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